Silvias große Leidenschaft ist Griechenland. Auf ihrem Reiseblog Sheep&Ouzo schreibt sie über abgelegene Inseln und das Reisen als Flashpacker. Schon vor 12 Jahren hat sie mit ihrem Mann Hannes die Liebe zum Inselhüpfen auf griechischen Inseln entdeckt – und diesmal nehmen sie uns mit auf ihre Reise nach Samos, Fourni, Thimena, Patmos und Ikaria.

Unsere Reiseroute beim Inselhüpfen in Griechenland

Samos – Fourni – Thimena – Patmos – Samos – Ikaria

Für den Start wählen wir beim Inselhüpfen immer gerne eine Insel mit internationalem Flughafen, die wir von Wien aus direkt anfliegen können. Auf dieser Reise war das die Insel Samos. Die kleine Ortschaft Pythagorion ist durch ihre Nähe zum Flughafen und ihren Fährhafen optimal als Ausgangspunkt für die Weiterreise.

Fourni – beschaulich und bunt

Nach einer Übernachtung ging es mit der Fähre weiter nach Fourni Koreson. Eine kleine Fischerinsel, ruhig und beschaulich, so wie wir es uns vorgestellt hatten. Hier ist es ratsam, aufgrund der wenigen Unterkünfte ein Zimmer im Voraus zu buchen. Vor allem, wenn die Anreise in die Hauptreisezeit August fällt. Erfreulicherweise konnten wir im Hauptort Fourni spontan ein Auto mieten, um damit die Insel zu erkunden. Das Leben der Insel spielt sich vor allem im Hafenbereich und in den netten Cafès und Tavernen der Hauptgasse von Fourni ab.

Wir besuchen die kleine, fast ausgestorbene Ortschaft Chrysomilia oberhalb des gleichnamigen ruhigen Hafens und einige nette winzige Siedlungen am Meer. Ganz besonders schön sind die vielen nahezu menschenleeren Strände der Insel.

Thimena – einsam und still

Für einen Nachmittag schippern wir auch mit einem kleinen Boot auf die Nachbarinsel Thimena. Eine kleine Taverne hat geöffnet und wir genießen das köstliche Essen und den Wein. Die Besichtigung der einzigen Ortschaft auf Thimena erfolgt zu Fuß über unzählige Stufen auf und ab. Außer dem Tavernenwirt und zwei Einwohnern begegnen wir hier keiner Menschseele. Idyllisch und still ist es auf Thimena, eine kleine Auszeit für die Seele und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Patmos – entdecken und genießen

Nach vier Tagen nehmen wir das Schiff auf die Insel Patmos. Die Insel ist besonders bekannt für das berühmte Johanneskloster und die Apokalypse. Dennoch ist sie touristisch noch nicht überlaufen. Unsere Unterkunft haben wir einen Tag vor der Ankunft über eine Onlineplattform gebucht – das funktioniert wunderbar. Mit dem Appartement haben wir einen richtigen Glücksgriff gemacht. Es hat eine riesige Terrasse und eine traumhafte Aussicht auf das Meer und die Hauptstadt Skala. Mit einem Mietauto besuchen wir jeden Tag die schönen Strände und die kleinen Dörfer der Insel. Unsere Highlights auf Patmos sind die schmalen Gassen der charmanten Altstadt rund um das Kloster und die herrlich chilligen Momente in den Cafès und Tavernen von Patmos.

Samos – Charme der versteckten Plätze

Dann geht es zurück nach Pythagorion auf Samos. Eigentlich wollen wir gleich am nächsten Tag weiter auf die Insel Ikaria. Aufgrund eines mehrtägigen Fährstreiks müssen wir unseren Aufenthalt auf Samos um drei Tage verlängern. Auch kein Problem, schließlich sind wir ja flexibel. Fährtickets und Unterkunft buchen wir immer kurzfristig, somit haben wir den Freiraum auch mal irgendwo länger zu bleiben als vorgesehen.

Unterkunft und Auto sind auf Samos gleich gefunden. Unsere Ziele sind kleine Bergdörfer, schöne Strände und natürlich die kulinarischen Genüsse der griechischen veganen Küche. Samos ist sehr vielfältig und weitläufig und hat im Vergleich zu anderen großen Inseln Griechenlands noch nicht so viele riesige Hotelkomplexe und Resorts. Abseits der Hauptrouten finden wir noch ruhige Plätze und vom Tourismus unberührte Dörfer. Mein Highlight auf Samos: veganes Eis – eine megacoole Überraschung!

Ikaria – ursprüngliches Griechenland voller Überraschungen

Dann endlich geht es nach Ikaria, unserer letzten Insel dieser Route. Sieben Nächte können wir bleiben und wir sind so aufgeregt und gespannt, wie es sein wird. Tatsächlich haben wir die Entfernungen zwischen Süd-und Nordküste unterschätzt. Die Straße führt durch die Berge und von der Ortschaft Therma im Süden nach Armenistis im Norden brauchen wir gut 1,5 Stunden. Deshalb wechseln wir nach vier Tagen die Unterkunft, um auch wirklich all die schönen Orte dieser außergewöhnlichen Insel zu erkunden. Ikaria hat unser Herz ab dem ersten Moment gewonnen. Wenn wir sie mit drei Worten beschreiben sollten, dann wären das: Ursprünglichkeit, Gelassenheit und Traumstrände.

Unsere Tipps für Inselhüpfen in Griechenland

  • Beste Reisezeit: Juni oder September
  • Route: Plane eine grobe Route und schau dir die Fährpläne vorab online an. Zu kleineren Inseln verkehren Fähren außerhalb der Hauptsaison meist nicht täglich. Wir verwenden zum Planen Ferryhopper oder GTP
  • Unterkünfte: Buche Unterkünfte kurzfristig, das schafft Freiraum.
  • Verbringe mindestens vier Nächte auf einer Insel. Auch wenn du dich für eine sehr kleine Insel entscheidest! Verweile und erlebe sie und ihre Bewohner.
  • Reise mit leichtem Gepäck. Befreie dich von unnötigem Ballast, denn das gibt dir Flexibilität und Freiheit. Meine Packliste findest du hier.
  • Entdecke die Orte abseits der Hauptrouten. Hier findest du oft die schönsten Plätze.
  • Nimm dir Zeit für Langsamkeit. Nutze deine fünf Sinne bewusst und tauche in das Leben auf den Inseln ein.

Alle Fotos: © Silvia Jandl (schaut doch auf ihrem Instagram Profil, Facebook oder auf ihrer Website vorbei und lasst ein Like dort)

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