Im Sommer 2018 haben Julia und Andi ihre Tansania-Reise mit einem Aufenthalt am Archipel von Sansibar abgerundet. Sie haben sich 12 Tage auf der Insel treiben lassen, wunderschöne Strände gesehen und viele tolle Fotos mitgebracht.

Unsere Reiseroute auf Sansibar

Stone Town – Nungwi – Matemwe – Bwejuu – Jambiani

Ganz Sansibar ist von indischen, arabischen und afrikanischen Einflüssen geprägt und in Stone Town ist dieser multikulturelle Einfluss ganz besonders spürbar. Sich am Ankunftstag in den kleinen, verwinkelten Gassen der Altstadt zu verlieren, scheint hier am Tagesprogramm jedes Neuankömmlings zu stehen. Zwei bis drei Nächte sollte man einplanen und sich unter anderem das Old Fort und den alten Sklavenmarkt ansehen, an einer Gewürztour teilnehmen und sich abends bei den beiden Food Markets (Darajani Market und Forodhani Gardens Night Market) günstig satt essen.

Der Forodhani Gardens Night Market ist etwas touristischer, allerdings kann man hier herrlich den Sonnenuntergang genießen und das Treiben der Einheimischen beobachten während man sich durch die sansibarischen Spezialitäten durchkostet. Den Abend in einer der vielen Roof Top Bars bei einem einheimischen Bier oder Cider ausklingen zu lassen, darf hier ebenfalls nicht am Programm fehlen.

Strandszene am Hafen von Stone Town
Stone Town’s Hafen

Nach unserem Aufenthalt in Stone Town ging es für uns zum nördlichsten Punkt der Insel, nach Nungwi. Wer türkisblaues Meer und weißen Sandstrand sucht, wird hier fündig. Nungwis Strände zählen zu den Schönsten auf der ganzen Insel, gerade deshalb wimmelt es hier allerdings auch von Touristen. Im Juli und August empfanden wir die Touristenanzahl dennoch als überschaubar. Der Norden Sansibars ist nicht so extrem von den Gezeiten geprägt wie die Ostküste und es gibt hier so gut wie kein Seegras, weshalb dem Badevergnügen nichts im Wege steht. Ein Aufenthalt in Nungwi eignet sich perfekt für Schnorchel- oder Tauchausflüge (zum Beispiel zum nahe gelegenen Memba Island). Übrigens: Handeln ist auf ganz Sansibar sowohl beim Buchen von Touren, als auch bei Food Markets ein Muss – ansonsten wird man sehr leicht übers Ohr gehauen!

Nach 3 Nächten ging es für uns weiter an die Ostküste Sansibars, genauer gesagt nach Matemwe. Hier machten sich die Gezeiten stark bemerkbar und das Meer legte beim Zurückweichen große Mengen an Seegras frei. In Matemwe sahen wir kaum Touristen, was angenehm für Ruhesuchende ist. Uns sagte der Strand allerdings nicht sehr zu, deshalb zogen wir bald weiter.

Unser letzter Stopp war die Region zwischen Bwejuu und Jambiani. Wir fanden hier die für uns perfekte Kombination aus Erholung und Aktivurlaub vor, denn in beiden Orten kann man die Ruhe genießen und trotzdem fußläufig am Strand Paje erreichen – Paje ist sehr belebt, denn hier wimmelt es gerade zu von Backpackern und Kitesurfern! Wir blieben einige Tage, da auch wir uns für einen Kitekurs anmeldeten. Der Rhythmus der Gezeiten war auch hier wieder stark ausgeprägt und bei Ebbe konnte man die einheimischen Frauen bei der Seegrasernte beobachten, ehe die Plantagen bei Flut wieder im Wasser verschwanden. Wem Seegras beim Badevergnügen stört, der sollte bei einer Unterkunftsauswahl an der gesamten Ostküste darauf achten, dass ein Pool dabei ist. Unsere beste Unterkunft auf der ganzen Insel war das Jaribu Beach Hotel in Jambiani, das wir hier gerne empfehlen möchten. In Jambiani und Bwejuu lohnt es sich übrigens Räder auszuborgen für kleinere Ausflüge – so fanden wir in Jambiani einen Trip zu den Kuza Caves zum baden und von Bwejuu einen kurzen Besuch beim „The Rock“ empfehlenswert.

Was wir euch noch mitgeben möchten

  • Wie bereits erwähnt: handeln, handeln, handeln!
  • Falls man ein Taxi braucht, empfiehlt es sich die Unterkunft das Taxi rufen zu lassen und auch bereits vorab einen Preis aushandeln zu lassen.
  • Wer selbst auf der Insel fahren möchte, sollte auf regelmäßige Polizeikontrollen gefasst sein, bei denen Touristen gerne für angebliches zu schnell fahren Strafe zahlen müssen.
  • Unsicher fühlten wir uns nie, allerdings wurden wir mehrmals darauf hingewiesen, dass es für Touristen unsicher ist, sich abends im Dunkeln am Strand aufzuhalten.

Alle Fotos: © Julia Tanzer (schaut doch auf ihrem Instagram Profil vorbei und lasst ein Like dort)

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