Angelika und Matthias haben sich für ein verlängertes Wochenende nach Prag begeben, in die Stadt der goldenen Dächer, der 100 Türme, der Liebe, die schönste Stadt der Welt. Das alles sagt zumindest Google. Wir wollen aber lesen, was die beiden dazu sagen!

Prag ist eine dieser Städte, die zu jeder Jahreszeit eine Reise wert sind. Und deshalb auch gefühlt immer überlaufen sind. Für die Dauer eines verlängerten Wochenendes hat es uns deshalb Anfang Jänner 2018 in diese schöne Stadt verschlagen. Natürlich in der Hoffnung, dass weniger los sein wird als sonst – schließlich war Silvester schon vorbei und die Temperatur mit angesagten 5 Grad Celcius alles andere als touristenfreundlich. Trotz alledem waren die Straßen und Sehenswürdigkeiten zu fast jeder Uhrzeit stark besucht. Das tat unserer Stimmung aber keinen Abbruch!

Natürlich sind 4 Tage zu kurz, um diese interessante Stadt und all ihre Sehenswürdigkeiten auch nur ansatzweise zu erkunden. Für einen „groben Überblick“ reicht es aber. Unser Fokus lag auf den typischen Zielen: Das Prager Rathaus mit seiner über 600 Jahre alten, mechanischen Uhr (ein Meisterwerk der Technik!), die Teynkirche (sieht aus als könnte es der Wohnsitz von Voldemort sein, ist aber eine sehr alte Kirche), und der mittelalterliche Pulverturm. Auch das jüdische Viertel mit dem alten jüdischen Friedhof und der spanischen Synagoge sind einen Besuch wert und lehren viel über die Kultur und Geschichte der Juden in Prag! Auf der Karlsbrücke (eher früh kommen für Fotos ohne zu viele Menschen – ab Mittag schiebt man sich nur noch drüber) über die Moldau erwarten einen auch Orte wie die Prager Burg, der Veitsdom, oder auch die jüngere, aber nicht weniger berühmte John-Lennon-Wall (eine mit Graffiti geschmückte Gedenkmauer für – wer hätte es gedacht? – John Lennon).

Was wir euch noch mitgeben möchten

Um die Stadt besser kennenzulernen, haben wir uns eine der gratis Touren durch das Zentrum von Prag gegönnt. Hier ist das Konzept, dass man sich kostenlos anmeldet, die Tour mitgeht und am Schluss dann ein „Trinkgeld“ gibt (da freut sich sicherlich das Finanzamt!). Und weil die Dame, die uns durch die Straßen geführt hat, nur durch freiwillige Gaben finanziert wurde, hat man gemerkt, dass sie sich richtig Mühe gegeben hat. Dementsprechend informativ und vor allem unterhaltsam war unser knapp 3-stündiger Ausflug (mit Snackpause!). Nebenbei haben wir von unserem Tourguide auch hilfreiche Nebensächlichkeiten gelernt. Etwa, wie man seriöse Geldwechselstuben erkennt, wie echtes tschechisches Geld aussieht oder wie man den Namen der traditionellen Teigware Trdlnik richtig ausspricht (Info: so, wie wenn man ganz schnell „Turtleneck“ sagt).

Übrigens haben wir auch eine der kostenpflichtigen Touren gemacht – eine Geistertour. Kann man sich sparen. Im Nachhinein wissen wir nicht, wer mehr von den Geschichten, die dort erzählt wurden, gelangweilt war: der Tourguide oder die Gäste?

Zu unserer Reisezeit waren die Weihnachtsmärkte noch aufgebaut – das bedeutet viel Essen, Handwerkskunst, kleinere Theateraufführungen (in tschechischer Sprache – Kinder im Hühnchenkostüm? Was passiert hier??), „Streichelzoos“ (die armen Tiere!) und Krimskrams.

Nachdem wir von Wien aus in knapp 3 Stunden mit dem Zug in Prag sind, können wir jedenfalls sagen, dass sich ein Besuch der Stadt definitiv für einen Kurztrip lohnt. Aber auch bei einem längeren Aufenthalt wird einem bestimmt nicht langweilig werden!

Alle Fotos: © Matthias Zimmer und Angelika Zech (auf Instagram findet ihr die beiden unter @bobob0b und @perder_paises vorbei und lasst ein Like dort!)

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